Lernpartnerschaft auf Distanz und digital

Weiterentwicklung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft für den Distanzunterricht

Gestaltung von Partnerschaft auf Distanz
Distanz- bzw. Wechselunterricht bedeuten, dass Eltern ihre Kinder je nach Alter stärker beim Lernen zuhause unterstützen müssen. Außerdem müssen Vorgehensweisen zwischen Schule und Elternhaus abgestimmt und kommuniziert werden bzw. aktuelle Problemlagen gemeinsam gelöst werden.
Diese veränderten Anforderungen verlangen von Schulen, Kommunikation und Kooperation mit Erziehungsberechtigten mittels digitaler Medien auszuweiten.
An den Projektschulen sind bereits im Verlauf des Schulversuchs digitale Medien systematisch für Kommunikations- und Kooperationsprozesse eingesetzt worden.

 

Dieser Einsatz ist in der Phase des Distanz- bzw. Wechselunterrichts ausgebaut worden:

  • Videokonferenzsysteme für Kommunikation und Kooperation der Gremien
  • Lernpartnerschaft

Grundsätzlich bieten Portallösungen bzw. Online-Kommunikations- und Kooperationsplattformen die Möglichkeit, mit allen Erziehungsberechtigten niederschwellig und flexibel in einen Austausch zu treten.

Weitere Informationen zum Einsatz von Portallösungen und Kommunikationsplattformen finden sich hier.

Ein Beispiel, wie Eltern vorausschauend zu Schuljahresbeginn über den Einsatz digitaler Medien informiert werden, findet sich hier.
An der Mittelschule Neunburg v.W. ist dafür das Format des Flyers gewählt worden.

Organisation der Kommunikationsprozesse an der Grundschule an der Würm

Videokonferenzsysteme für Kommunikation und Kooperation der Gremien

In der Pandemiesituation ist die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus um den Einsatz von Videokonferenzsystemen erweitert worden, die entweder

  • in Online-Plattformen enthalten sind, wie z. B. MS Teams und GoogleClassroom,
  • in Portallösungen neu integriert wurden, wie z. B. Infoportal oder SchulmanagerOnline
  • als Zusatzangebot genutzt werden, z. B. Lösungen, die vom Sachaufwandsträger eingerichtet worden sind.

Mit den Videokonferenzsystemen ist es möglich,

  • Elternabende und Elternsprechtage abzuhalten,
  • Erziehungsberechtigte und ggf. deren Kinder zu informieren,
    z. B.

    • in Form einer virtuellen Schulhausführung,
    • an einem virtuellen Tag der offenen Tür,
    • an Klassenelternabenden,
    • bei virtuellen Veranstaltungen zur Wahl von Ausbildungsrichtungen, zum Übertritt oder zur Berufsorientierung
  • Gremiensitzungen, wie Treffen des Elternbeirats oder des Schulforums, durchzuführen.

Falls notwendig, erfolgt die Terminbuchung im Vorfeld mit Hilfe der an den Schulen etablierten Schulportale.

Vorteile für den Austausch mit den Elternhäusern sind aus Sicht der Projektschulen:

  • höhere Teilnehmerzahl als bei Präsenzveranstaltungen
  • Entlastung für Lehrkräfte und Eltern durch die flexible Vereinbarung und Durchführung von Gesprächsterminen
  • niederschwellige und ggf. auch kurzfristige Informationsvermittlung z. B. zur Durchführung von Wechselunterricht

Auf den Webseiten der Projektschulen finden sich Beispiele für virtuelle Angebote, z. B.
Schulhausführung der Realschule Arnstorf.

Die Vorgaben zum Einsatz elektronischer Hilfsmittel sind in § 18a BayScho geregelt.

Lernpartnerschaft

In Zeiten des Distanzunterrichts bzw. des Wechselunterrichts sind die etablierten Strukturen von Schule ausgesetzt. Es ist daher wichtig, das Vorgehen für diese Sonderformen des Lernens innerhalb der Schule zu definieren, dies transparent zu kommunizieren und regelmäßig zu evaluieren.
Bereits in der ersten Phase von „Lernen zuhause“ sind die Standards an den Projektschulen verbindlich geklärt und fortlaufend aktualisiert worden, um zu klären,

  • wie das Lernen zuhause mit Wochen- oder Tagesplänen strukturiert wird,
  • auf welchen Wegen Informationen und Materialien verteilt werden,
  • wie Schülerinnen und Schüler und deren Erziehungsberechtigte über Lernfortschritt und Lernstand informiert werden,
  • welche Erwartungen die Schule an die Rolle der Eltern in dieser Situation hat.

Zentrale Erfahrung der Projektschulen ist es, dass es unerlässlich ist, sich regelmäßig Rückmeldungen einzuholen. Dieses Feedback wird genutzt, das Vorgehen der Schule aus Perspektive von Schülerinnen und Schülern sowie deren Erziehungsberechtigten zu analysieren und ggf. notwendige Anpassungen vorzunehmen. Das Feedback wird

  • regelmäßig per Elternbrief online erhoben,
  • ausgewertet und durch die Schulleitung z. B. in dem nächsten Elternbrief kommentiert,
  • bei Aussprachen mit den Gremien aufgegriffen,
  • bei zukünftigen Entscheidungen miteinbezogen.

Hier finden sich Informationen zur Gestaltung von Wechsel– und von Distanzunterricht z. B. am Gymnasium Pfarrkirchen.

Weitere Informationen finden sich auf dem ISB-Portal „Distanzunterricht in Bayern“.

Beispiel aus einer schulinternen Elternumfrage an der Grundschule an der Würm, Stockdorf

Beispiel für einen Fragebogen der Realschule Schöllnach

Beziehungspflege in der virtuellen Gemeinschaft

Gemeinschaftsbildende Erlebnisse zu schaffen, wenn man in der Schulfamilie auf den virtuellen Raum begrenzt ist, ist eine Herausforderung. Ihr erfolgreich zu begegnen, verlangt Kreativität, Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien und Wissen über digitale Kommunikations- und Umgangsformen.
Beispiele für die Beziehungspflege im digitalen Raum sind

  • virtuelle Botschaften der Schule an Eltern und Schülerinnen und Schüler
  • virtuelle Exkursionen und Spaziergänge
  • virtuelle Ausstellungen von Schülerarbeiten
  • Wettbewerbe („Challenges“) mit digitaler Prämierung
  • Online-Schulbasar
  • Online-Spielenachmittag

Neben gemeinsamen Erlebnissen sind es digitale Schülerzeitungen und Jahresberichte, die helfen, sich mit der Schule zu identifizieren.

Hinweise zu den unterschiedlichen Möglichkeiten für virtuelle Gemeinschaftserlebnisse finden sich hier.

Die Realschule Schöllnach unterhält z. B. einen eigenen YouTube-Kanal mit Beiträgen aus dem Schulleben.

Ein Beispiel für eine Videobotschaft an die Schulfamilie findet sich auf der Webseite der Realschule Arnstorf.